Tennenlohe und seine Geschichte

Die ersten Siedler errichteten ab dem Jahr 1265 ihre Gehöfte auf Sandinseln, die kleine Anhöhen in den sumpfigen Wiesen bildeten. Diese Streulage hatte zur Folge, dass ein Zentrum oder Marktplatz fehlte. Die wichtige Handelsstraße Nürnberg-Bamberg-Leipzig zog Einrichtungen, wie Fuhrmannswirtshäuser, Zollstation, Kirche und Handwerker an sich.

Die Bewohner des Dorfes waren verschiedenen Herrschaften abgabepflichtig zum Beispiel dem Markgrafen, der freien Reichsstadt Nürnberg, Patriziern oder Klöstern.

Kriege, Seuchen und andere schlimme Zeiten machten das Leben schwierig und gefahrvoll. Ab 1700 wurden die Lage der Bevölkerung etwas besser: Sonderkulturen wie der Tabak brachten einigen Wohlstand in die Gemeinde. Der Wald mit seinem Holz, der Imkerei und seinen Steinbrüchen war immer ein Rückhalt der Wirtschaft.

Erst nach dem 2. Weltkrieg änderte sich die Struktur des Dorfes vollständig. Die Bevölkerung wuchs durch die Flüchtlinge und Vertriebenen sprunghaft an und eine rege Bautätigkeit veränderte das Bild des Ortes. Neben den wunderschönen alten Sandsteinhäusern und kleinen fränkischen Siedlungshäusern entstanden große Wohnsiedlungen, die Raum für neue Bürger schufen, die nicht mehr am Ort selbst, sondern in Erlangen, Nürnberg und Fürth ihren Arbeitsplatz fanden.

Nach der Eingemeindung nach Erlangen 1972 entstand ein großes Gewerbegebiet am Wetterkreuz, das inzwischen in der Metropolregion als Hightech-Standort und Geburtsort des MP3-Formats international bekannt ist. Die Attraktivität des Ortes ist nach wie vor hoch, sodass sich immer mehr Firmen aus dem IT-Bereich hier ansiedeln.

Die gute Infrastruktur und Verkehrsanbindung sowie die Naherholungsgebiete lassen Tennenlohe zu einem liebens- und lebenswerten Vorort Erlangens werden.

Quelle: www.tennenlohe-750.de